Adventzauber in Wien

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Schönbrunner Weihnachtsmarkt

 

 

Weihnachtsmarkt am Rathausplatz Wien
Weihnachtsmarkt am Rathausplatz Wien

 

 

Advent ist eine besondere Zeit. Man hört aller Orts, in jedem Geschäft Weihnachtsmusik. Wenn es dunkel wird, schaltet sich eine Weihnachtsbeleuchtung ein. Weihnachtsmärkte eröffnen (leider oft zu Früh) und je näher es auf Weihnachten zugeht, desto mehr kann man hektisch laufende Frauen und Männer beobachten. Vielleicht auf der Suche nach den Last-minute-Geschenken oder auf der Flucht vor der weihnachtlichen Umgebung.

Ich muss gestehen, dass ich nicht wirklich ein typischer Weihnachtsfan bin. Oft finde ich es zu übertrieben und zu stressig. Das ist für mich nicht der Sinn von Weihnachten und Advent. Besonders zur Weihnachtszeit in Einkaufszentren. Dann muss man seinen Weg in zick zack durch die Mengen gehen und wird dabei von einer viel zu lauten Weihnachtsmusik beschallt. Es muss aber nicht immer so sein. Es gibt Momente, die für mich wirklich weihnachtlich sind.

So ist es mir in Wien passiert. Es war am Schönbrunner Weihnachtsmarkt. Ich verbrachte 2 Tage in Wien. Ich bin oft in Wien, aber das war das erste mal zur Adventzeit. Am Plan standen zwei Märkte. Einer davon war der Markt beim Rathausplatz.

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Ich kannte ihn von Fotos und wollte ihn schon immer einmal besuchen. Beim Durchschlendern des Marktes fiel mir aber oft ein Stand auf, wo ich mir dachte, wo hat das etwas mit Weihnachten zu tun (ein Clown und Weihnachten?). Doch auf einmal begann es stark zu schneien und der Wind blies mir die Schneeflocken mit einer kalten Brise um die Nase. Dies zauberte eine schöne Stimmung. Zum Schluss fand ich noch einen Stand mit Krippenfiguren, Krippenhäuser und Zubehör. Der schönste Stand vom Markt.

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Am Abend war noch der Schönbrunner Adventmarkt an der Reihe. Nun hatte es gefühlte -5 Grad und es war so dunkel, wie es in einer großen Stadt eben sein kann. Durch den Park gelangte ich zum Schloss. Davor erschien der Adventmarkt mit dem großen Christbaum im Zentrum des Marktes. Dieser Adventmarkt strahlte auf mich sofort einen besonderen Charm aus, es war wie verzaubernd. Diese kleinen Stände im Kreis angeordnet und im Hintergrund das imposante Schloss Schönbrunn. Langsam schlenderte ich von Stand zu Stand. Hier wurde kunstvolles Glas angeboten, dort liebevoll gestaltetes Handwerk aus Holz. Es schien darauf geachtet zu werden, kunstvolle Stände und somit besondere Stände zu haben. Natürlich waren auch Glühweinstände vorhanden, doch was wäre ein Weihnachtsmarkt ohne? Für viele kein Markt ohne, aber man muss dem Glühweinstand zugute halten, dass es auch ein wichtiger Treffpunkt zur Weihnachtszeit ist, um Freunde oder am Ende eines Arbeitstages noch mit Kollegen/innen auf einen Glühwein zu gehen.

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Nachdem ich durch den Markt geschlendert war und natürlich ging es nicht ohne etwas zu kaufen. Ein Rentier, es hängt seither jedes Jahr am Weihnachtsbaum und erinnert mich an diesen Abend. Es wurde schon spät, die Uhr zeigte schon nach 20:00 Uhr, genehmigte ich mir zum Abschluss des Tages einen Glühwein und Maroni. Da es auch schon nach 8 Uhr abends war, war es am Markt schon ruhiger. Ich beobachtete das Treiben am Markt und konnte die weihnachtliche Stimmung förmlich spüren. Ich erinnere mich immer gerne an diesen einen Weihnachtsmarkt, der so schien es so gar nichts mit den großen kommerziellen Märkten zu tun haben schien.

Am nächsten Tag ging es zurück nach Hause, doch um eine nette Weihnachtserinnerung mehr.

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Wenn ich heuer wieder den Baum schmücke, das Rentier zur Hand nehme, ist diese Erinnerung wieder präsent. Es ist nun schon 3 Jahre her, aber wenn man mich fragen würde: Was mein schönster Adventmoment ist, dann ist diese Erinnerung mein erster Gedanke.

Noch einen schönen und ruhigen Advent, ohne Stress.

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